Schaffung eines Gebietes für Naherholung, Naturschutz und extensive Freizeitnutzung mit Zugang zum renaturierten Fliessgewässer Birs
Sicherung der Trinkwasserfassung der Gemeinde Muttenz
Optimierung der Anbindung für Langsamverkehr mit dem Siedlungsgebiet der Gemeinde Muttenz
Freihaltung von Bauten auf dem Areal Schänzli
Was soll realisiert werden?
Im Norden steht die extensive Freizeit- und Erholungsnutzung mit freiem Zugang zur renaturierten Birs im Zentrum. Der Birs wird dabei Freiraum für die eigene Dynamik gegeben und das Fliessgewässer damit in seiner ursprünglichen Form erlebbar.
Die bestehenden Bauten und befestigten Flächen werden aufgehoben.
Im Süden wird das Vogelschutzhölzli mit einer dynamischen Auenlandschaft zu einem erlebbaren Naturschutz- und Erholungsraum.Die Birs wird soweit als möglich ihrer eigenen Dynamik überlassen.
Zwischen den beiden Gebieten befinden sich die bestehenden Stallungen und ein Restaurant. Beide sollen als Informationszentrum für den anschliessenden Naturpfad und als Restaurationsbetrieb genutzt werden.
Das Areal Schänzli bietet die Chance, das regional bestehende und sich in Entwicklung befindliche Freizeit- und Erholungs-, Kultur- und Bildungsangebot um ein Gebiet für extensive Erholung in einer Flusslandschaft zu bereichern.
Das Raumkonzept Schänzli möchte die Naturelemente Fluss, Wasser und Wald trotz städtischem Kontext erlebbar machen und gleichzeitig ein Naturschutzgebiet sichern und schonend begehbar machen.
Trinkwasser ein kostbares Gut
Für die Gemeinde Muttenz hat das Areal Schänzli auch aus Überlegungen zur Trinkwasserversorgung hohe Priorität. Seit 1907 fasst die Gemeinde Muttenz auf diesem Gebiet Trinkwasser. Für Muttenz ist entscheidend, ein zweites Standbein neben der Trinkwasserfassung Hard aufrecht zu erhalten. Aus diesem Grund hat die Gemeinde Muttenz die Universität Basel mit der Erstellung eines hydrogeologischen Gutachtens beauftragt, um zu sichern, dass die angestrebten Ziele Birsrenaturierung und Naherholungsgebiet und das damit verbundene Risiko der Infiltration von Birswasser ins Grundwasser, keinen Einfluss auf die Trinkwasserwualität haben.
Das Konzept erfüllt überkommunale und kantonale Anliegen
Das vorliegende Raumkonzept ermöglicht, das bestehende schon heute als Siedlungstrenngürtel funktionierende Areal zu einem Naturerlebnis für die Bevölkerung der gesamten Region aufzuwerten.
Es erfüllt gleichzeitig die im Entwurf zum kantonalen Richtplan festgehaltenen Ziele wie:
Begrenzung der Siedlungsausdehnung bei angrenzend ökologisch-naturschützerischem Gebiet
Schonung des Kulturlandes und der Landschaft vor Überbauung
Verminderung des Bodenverbrauchs durch Sicherung dieses Gebietes als Naherholungsgebiet.
Ebenso nimmt das Projekt einen Entwicklungsschwerpunkt in den Bestrebungen der überkommunalen Freiflächenkonzeption Birsstadt auf und erfüllt damit das Anliegen des Kantons, wonach Raumplanung verstärkt als gemeindeübergreifende Aufgabe wahrgenommen werden soll.